Technische Architektur

Wie DEM.AI funktioniert.

Eine dreischichtige Architektur transformiert unstrukturierte klinische Freitexte in standardisierte, interoperable FHIR-Ressourcen – automatisiert, nachvollziehbar und datenschutzkonform.

Die 3-Schichten-Architektur

Jede Schicht hat eine klar definierte Aufgabe. Zusammen bilden sie eine durchgängige Pipeline von Rohtext zu strukturierten Daten.

Schicht 1

Data Engineering Layer

Klinische Dokumente werden über Konnektoren eingelesen – Arztbriefe, Pflegeverläufe, radiologische Befunde, Laborbefunde und administrative Texte. Die Rohdaten durchlaufen eine Vorverarbeitungspipeline mit Segmentierung, Tokenisierung und Normalisierung. Bereits hier greift Privacy-by-Design: Personenbezogene Daten werden pseudonymisiert.

SegmentierungTokenisierungNormalisierungPseudonymisierungMulti-Format-Input
Schicht 2

Machine Intelligence Layer

Das Herzstück der Plattform. Eine hybride NLP-Pipeline kombiniert Named Entity Recognition (NER) für Diagnosen, Symptome, Medikamente und Laborwerte mit Kontextmodellierung für Negationserkennung und regelbasierten Verfahren für Abkürzungen und domänenspezifische Schreibweisen im deutschsprachigen klinischen Umfeld.

Named Entity RecognitionNegationserkennungKontextmodellierungRegelbasierte VerfahrenDeutschsprachig optimiert
Schicht 3

Output Layer

Alle extrahierten Entitäten werden in standardisierte FHIR-Ressourcen überführt und mit internationalen Terminologien codiert: ICD-10 für Diagnosen, SNOMED CT für klinische Konzepte, LOINC für Laborwerte, ATC für Medikamente und CHOP für Prozeduren. Eine Validierungspipeline stellt die Konformität sicher.

HL7 FHIR R4ICD-10SNOMED CTLOINCATCCHOPValidierungspipeline

Was die NLP-Pipeline anstrebt

Von der Erkennung einzelner Entitäten bis zur vollständigen semantischen Transformation klinischer Dokumente.

Präzise Erkennung

Diagnosen, Symptome, Medikamente, Laborwerte und Prozeduren werden mit hoher Genauigkeit aus deutschsprachigen Freitexten extrahiert – inklusive Abkürzungen und Fachterminologie.

Kontextverständnis

Negationen ('kein Fieber'), Zeitbezüge ('seit 3 Wochen') und Zusammenhänge zwischen Entitäten werden korrekt interpretiert. Die Pipeline versteht nicht nur Wörter, sondern klinische Bedeutung.

Standardisierte Ausgabe

Jede erkannte Entität wird automatisch auf internationale Terminologien gemappt und als FHIR-Ressource bereitgestellt – bereit für die Integration in jedes konforme System.

Kontinuierliche Verbesserung

DEM.AI ist als lernendes System konzipiert. Durch den Einsatz von Feedback-Schleifen, erweiterten Referenzdatenbanken und der kontinuierlichen Optimierung der NLP-Modelle verbessert sich die Erkennungsqualität stetig.

Wachsende Referenzdatenbanken

Über 50 Medikamente, 60+ Diagnosen, 110+ LOINC-Codes und 90+ CHOP-Prozeduren – kontinuierlich erweiterbar.

Hybride NLP-Strategie

Kombination aus regelbasierten Verfahren und LLM-gestützter Analyse für maximale Abdeckung.

Validierungspipeline

Automatische Prüfung der erzeugten FHIR-Ressourcen auf Konformität und Vollständigkeit.

Feedback-Integration

Klinische Experten können Ergebnisse validieren und die Modelle dadurch gezielt verbessern.

1
Klinischer Text
2
NLP-Analyse
3
FHIR-Mapping
4
Validierung
5
Feedback & Lernen
Zyklus wiederholt sich → Modell wird präziser

Wo Mehrwert entsteht

DEM.AI schafft Wert auf mehreren Ebenen – für Kliniken, für das Gesundheitssystem und für die Forschung.

–60%
Dokumentationsaufwand

Prozessentlastung

Automatische Strukturierung reduziert den manuellen Dokumentationsaufwand um bis zu 60%.

100%
FHIR-konform

Interoperabilität

FHIR-basierte Ausgabe ermöglicht nahtlosen Datenaustausch zwischen allen konformen Systemen.

6+
Terminologien

Datenqualität

Standardisierte Codierung eliminiert Inkonsistenzen und schafft eine verlässliche Datenbasis.

Analysepotenzial

Forschungsdaten

Strukturierte Daten ermöglichen erstmals systematische Auswertungen über Institutionsgrenzen hinweg.

Erleben Sie die Architektur in Aktion

Testen Sie die NLP-Pipeline live mit klinischen Beispieltexten und sehen Sie, wie aus Freitext strukturierte FHIR-Daten werden.